Traum von der weiten Welt

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Es gibt Berufe, die muss man lieben – oder man hasst sie. Das ist manchmal erst durch die Probe aufs Exempel herauszufinden. Deshalb brechen auch relativ viele Auszubildende ihre Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe ab. Oder sie steigen „quer“ ein, wenn sie beispielsweise den reinen Bürojob zu langweilig finden.

Zu den Berufen, die mehr eine „Berufung“ als nur ein Job sind, gehört das Hotelfach eindeutig. Man muss meist dann arbeiten, wenn andere frei haben, man muss immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen haben, auch wenn man vielleicht gerade nicht so gut gelaunt ist. Den ganzen Tag sind viele Menschen um einen herum… Das ist nicht für jeden etwas. Wer es aber liebt, Gäste zu bewirten, ihnen einen schönen Aufgenthalt zu bereiten und gerne unter Menschen ist, der kann in diesem Beruf aufgehen, der viele positive Seiten hat. So kann man beispielsweise überall auf der Welt arbeiten und bekommt auch viel positives Feedback von den Gästen.

Sehr offen und informativ sind mir bei meiner Recherche für die Azubi-Beilage der Nürnberger Nachrichten Corinna König und Chris Wagner (Hotel Pillhofer in Nürnberg) begegnet. Sie haben ihre Begeisterung für das Hotelfach herübergebracht, ohne die negativen Seiten zu verschweigen. Deshalb hat mir dieser Beitrag sehr viel Freude gemacht. Und zugegebenermaßen auch deshalb, weil ich nach der Schule selbst überlegt habe, ins Gastgewerbe einzusteigen. Es wurde dann zwar Journalismus daraus, aber immerhin habe ich auch viele Jahre für die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung gearbeitet 😉

Hier geht es zum Beitrag:  170923_Hofa

Vom Randthema zum Dauerbrenner

Das Thema Mobilität geht jeden an. Eigentlich. Denn jeder ist mehr oder weniger viel unterwegs. Mehr als 60 Prozent aller Arbeitnehmer pendeln jeden Tag von ihrer Wohnung zu ihrem Arbeitsplatz. Dazu kommen Einkäufe, Freizeitaktivitäten und Urlaubsreisen.

Trotzdem war Mobilität mit all ihren Folgen jahrelang ein Randthema, mit dem sich allenfalls Spezialisten befasst haben. Bis zum Diesel-Skandal. Auf einmal steht das Thema im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Kein Tag vergeht, an dem es nicht in den Nachrichten ist. Das mag auch zu einem gewissen Teil dem derzeit tobenden Wahlkampf geschuldet sein. Als  Allheilmittel wird dabei die „Elektromobilität“ auf ein Podest gehoben, das auf ziemlich wackeligen Beinen steht. Denn dass die Herstellung eines E-Autos alles andere als umweltfreundlich ist, scheint keinen zu interessieren. Dass der Strom, mit dem die E-Autos fahren sollen, zu über 50 Prozent aus Kohlekraftwerken stammt, davon ist auch sehr selten die Rede.

Mobilität ist ein Thema mit vielen Facetten. Vor allem auch mit vielen Emotionen. Denn schließlich möchte jeder so schnell und bequem wie möglich ans Ziel kommen. Trotzdem lohnt es sich, ab und zu einmal zu überlegen, ob es Alternativen zum Auto gibt – und zwar unabhängig von der Antriebsart. Denn auch E-Autos verstopfen die Straßen und brauchen einen Parkplatz. Und das ist gerade in der Stadt ein wesentlicher Aspekt. Die Diskussion um Diesel, Benzin oder Elektrizität geht deshalb am eigentlichen Problem vorbei. Gedanken sollte man sich um eine intelligente Mobilität mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch machen.

Jetzt müsste doch eigentlich der öffentliche Nahverkehr als Problemlöser der innerstädtischen Mobilität seinen großen Auftritt haben. Aber nein, es wird nur auf die Abgase der Dieselbusse hingewiesen und darauf, dass zu wenig Elektrobusse auf den Straßen unterwegs sind. Dass der öffentliche Nahverkehr in einer Stadt wie Nürnberg mit Straßenbahnen und U-Bahnen zu 80 Prozent elektromobil ist, wissen  die Wenigsten. Und das seit genau 121 Jahren!

Gut, dass es Hochschulen gibt, an denen sich Experten des Themas annehmen. Zum Beispiel an der TH Nürnberg Georg Simon Ohm. Seit 2013 gibt es hier den Masterstudiengang „Urbane Mobilität“, der einen interdisziplinären Ansatz verfolgt und auch mit der Nahverkehrsbranche in der Region kooperiert. Ein interessantes Interview dazu ist im Verbundbericht 2016 des VGN auf den Seiten 26/27 zu lesen.

 

Tradition und Moderne

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Ob sich der Derbysieg in der  Saison 2017/18 wiederholen lässt, wird sich in zwei Monaten zeigen … Zugegebenermaßen sieht die Bilanz aller 262 Derbys unter dem Strich für den Club etwas besser aus. Aber da hatten wir auch noch nicht die neue Haupttribüne 🙂 Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist sie vergangenen Mittwoch feierlich eröffnet worden. Zum Auftakt gab es eine filmische Reise in die Vergangenheit. Wie überhaupt das ganze Gebäude eine gelungene Symbiose aus Tradition und Moderne darstellt. Liebevoll sind die Devotionalien aus der Vereinsgeschichte arrangiert, von leicht vergilbten Wimpeln aus den 20er Jahren, Bildern vergangener Torschützen in Sepia-Tönen bis zu den grell-grünen Schuhen der Aufstiegshelden von 2012.

IMG_3518IMG_3517Dabei wirkt das gesamte Gebäude keineswegs wie ein Museum. Die moderne Eichrichtung, kombiniert mit der einladenden Architektur, ist nicht nur bundesligatauglich, sondern spielt locker in der Champions-League mit. Aber das brauchen wir in Fürth gar nicht, bescheiden wie wir sind. Hauptsache, am Ende der Saison … 😉

Endlich das richtige Wetter für den Kamin!?

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Während wir noch vor ein paar Tagen im Pool gebadet haben, ist jetzt Kuscheln vor dem Kamin angesagt. An sich eine schöne Sache – aber mitten im Juli? Ein bisschen Abkühlung und Regen für den ausgetrockneten Garten sind ja nicht schlecht. Aber muss es gleich wieder so kalt werden? 11 Grad zeigt das Thermometer an. Heute Nacht sinkt die Temperatur also bestimmt in den einstelligen Bereich. Das ist für eine Sommernacht wirklich eine Zumutung. Welch ein Glück hatten die Organisatoren des Sommernachtsballs im Fürther Stadtpark! Ich hoffe nur für meine Freundin, dass es am Samstag wieder warm und trocken ist. Ihre Geburtstagsfeier hat sie wegen schlechten Wetters schon einmal verschieben müssen. Das wäre wirklich schade, wenn es wieder nicht klappt. Aber die Prognosen sehen ganz gut aus. Ich würde es mir sehr wünschen, auch weil mein Holzvorrat knapp ist. Die neue Lieferung kommt erst im Sepemtber. Bis dahin erwarte ich Temperaturen über 20 Grad!

Wohin mit dem Laub?

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Das Laub im Herbst gehört zu den Dingen, die sich ganz ohne unser Zutun auf wundersame Art und Weise von Jahr zu Jahr vermehren. Waren es anfangs vielleicht noch zehn bis 15 Säcke pro Jahr, reichen inzwischen 30 schon nicht mehr aus. Und das, obwohl ich die Bäume zurückschneiden ließ…

Jedes Jahr nehme ich mir vor, dieses Mal so lange zu warten, bis auch das letzte Blatt am Boden liegt, um dann alles in einem Aufwasch zu beseitigen. Aber wenn das Laub dann so etwa zehn Zentimeter hoch das Gras bedeckt, halte ich es doch nicht mehr aus und greife entweder zum Rechen oder zum Rasenmäher. Der große Vorteil vom Rasenmäher ist, dass er das Laub gleich zerkleinert. So passt mehr in den Sack rein. Dafür wird der dann so schwer, dass man ihn kaum mehr ins Auto heben kann. Aber am Sonntag ist der Mäher natürlich tabu, also kam der Rechen zum Einsatz. Ist eigentlich eine ganz schöne Beschäftigung an der frischen Luft. Warm wird einem auch dabei.

Deprimierend ist nur der Gedanke, dass die gefüllten Säcke nur einen Bruchteil dessen darstellen, was noch auf den Bäumen hängt. Die Prozedur wird sich also noch ein bis zweimal wiederholen – mindestens. Dabei habe ich schon so gut es ging, einiges unter die Büsche gekehrt, damit auch die Igel ein Winterquartier finden und nächstes Jahr wieder die Schnecken vernichten können. Was könnte man noch alles mit dem Laub anfangen, außer es zum Kompostplatz zu fahren? Sinnvolle Vorschläge sind herzlich willkommen!

Praktikum im Ausland

Wenn ich mich so umhöre, dann geht nach dem bestandenen Abitur fast jeder erst einmal ins Ausland anstatt direkt an die Uni. Den Abschluss nach 12 Schuljahren empfinden viele als „geschenktes“ Jahr. Egal, ob Weltreise oder soziale Projekte, den Jugendlichen tut das mit Sicherheit gut. Wer es schafft, sich weit weg von zu Hause zu behaupten, lernt etwas fürs Leben. Das leuchtet mir ein.

Wer eine Ausbildung macht, steckt da auf den ersten Blick in einem viel engeren Korsett. Aber dank engagierter Lehrkräfte und Fördermitteln der EU gibt es auch im beruflichen Sektor immer mehr Gelegenheiten, andere Kulturen kennen zu lernen. In Nürnberg kümmert sich beispielsweise ein sogenannter Mobilitätscoach um Auslandspraktika. Er steht Lehrern und Schülern beratend zur Seite und kämpft sich durch den Dschungel der Förderanträge. An dieser Stelle investiert die Stadt ihre knappen Mittel wirklich sinnvoll. Eine tolle Idee, die hoffentlich Schule macht! Aber lest selbst: 2016-09-24_mobilita%cc%88tscoach